Sonntag, 20. September 2020

John Durham wurde im März 2017 von Jeff Sessions als Staatsanwalt ausgewählt, um gegen Comey Ermittlungen einzuleiten

 

 

    John Durham, James Comey

 

Der US-Staatsanwalt aus Connecticut, John Durham, wurde im März 2017 von dem damaligen Generalstaatsanwalt Jeff Sessions ausgewählt, um gegen den damaligen FBI-Direktor James Comey Ermittlungen einzuleiten.

Einem neuen Buch zufolge, das der Reporter der New York Times, Mike Schmidt, verfasst hat, beauftragte Sessions im März 2017 John Durham mit der Untersuchung von James Comey, nachdem die New York Times berichtet hatte, dass Comey das Justizministerium (DOJ) gebeten hatte, eine Erklärung abzugeben und Trumps Vorwurf, Obama habe Trump Tower abgehört, zu dementieren - doch das Justizministerium (DOJ) lehnte dies ab.

Auszug aus dem Buch October Surprise: Wie das FBI versuchte, sich selbst zu retten und eine Wahl zum Scheitern brachte

 

Dieser Artikel ist angepasst an "October Surprise: How the FBI tried to save itself and crashed an Election", der am 22. September von PublicAffairs veröffentlicht wird. Das Buch ist ein umfassender, aufschlussreicher und dramatischer Einblick in die Rolle des FBI bei den Präsidentschaftswahlen 2016.


FBI-Direktor James B. Comey erscheint am 3. Mai 2017 vor dem Justizausschuss des Senats. 
(Matt McClain/The Washington Post)

 

Mittwoch, 19. Oktober 2016 - Seit Wochen hatte sich der Druck auf Special Agent John Robertson aufgebaut, und der Fallagent, der mit der Untersuchung der digitalen Korrespondenz des ehemaligen Kongressabgeordneten Anthony Weiner mit einem 15-jährigen Mädchen beauftragt war, fühlte sich zunehmend beunruhigt, dass das nächste Opfer dieser verrückten Präsidentschaftswahl seine FBI-Karriere sein würde.

Auf den ersten Blick sah Robertson nicht gerade wie ein FBI-Agent aus. Er hatte lange braune Haare, die er oft als Zopf zusammen gebunden trug. Er sagte gern, dass die langen Haare, kombiniert mit einer häufig getragenen Arbeitsbekleidung bestehend aus Jeans, Flanellhemden und T-Shirts, sein Aussehen milderten und es für Opfer von Sexualverbrechen leichter machten, mit ihm zu sprechen.