Donnerstag, 9. August 2018

Artikel vom ASR BLOG: 10. Jahrestag des US-NATO-Angriffs auf Russland

10. Jahrestag des US-NATO-Angriffs auf Russland 

Mittwoch, 8. August 2018 , von Freeman um 20:00
Es war Freitag der 8. August 2008, der Tag an dem die Olympiade in Peking eröffnet wurde. Auf der Ehrentribüne im Olympiastadion sass Waldimir Putin, damals als Premierminister Russlands, um als Zuschauer die Eröffnungsfeier zu geniessen. Da überreichte ihm plötzlich einer seiner Beamten eine Nachricht, auf der stand, das georgische Militär hätte russische Friedenssoldaten an der Grenze zwischen Südossetien und Georgien mit Artillerie- und Granatfeuer angegriffen und dabei viele Russen getötet und verletzt. Auch die Hauptstadt von Südossetien, Zchinwali, stünde unter schweren Beschuss, mit zahlreichen Opfern unter der Zivilbevölkerung. Die georgische Luftwaffe warf Streubomben ab. Es war der Beginn des Angriffs der USA-NATO, stellvertretend durch Georgien, auf Russland, stellvertretend durch Südossetien. In der Nähe von Putin sass der US-Präsident George W. Bush ebenfalls auf der Ehrentribüne und Putin ging zu ihm rüber und sprach ihn auf den Angriff an, was denn das soll? Bush zuckte mit den Schultern und antwortete, er wüsste von nichts.



Bush hat gelogen, denn der damalige georgische Präsident, Michael Sackarschwilli, war eine von Washington und der CIA eingesetzte Marionette, die alle Befehle befolgte. Ohne grünes Licht und Rückendeckung der USA, hätte er nicht den Angriff auf die Republik Südossetien und auch auf die Republik Abchasien angeordnet, die sogenannten abtrünnigen georgischen Provinzen, die schon seit 1992 sich für selbständig erklärt hatten.

Das georgische Militär wurde jahrelang vorher von den Amerikanern und von den Israelis ausgebildet und mit neuen Waffen versorgt. Georgien stellte auch das drittgrösste Kontingent an Soldaten für den Krieg der USA und NATO in Afghanistan. Ohne Wissen und Zustimmung des Pentagon und des Weissen Haus konnten die Georgier nichts kriegerisches unternehmen.

Russlands Präsident Dimitri Medwedew ordnete die sofortige Entsendung von Soldaten und Panzer nach Südossetien an, um die Attacke und Invasion der georgischen Soldaten zu entgegnen und die russischen Friedenssoldaten zu beschützen. Der Roki-Eisenbahntunnel durch den Kaukasus, der Russland mit Südossetien verbindet, wurde benutzt, um schnellstmöglich Waffen und Soldaten an die Front zu entsenden. Georgien versuchte vergeblich diese Hilfsaktion zu verhindern und bombardierte den Tunnelausgang und die Eisenbahn.

Diese militärische Reaktion Russlands wurde dann sofort von den westlichen Politikern und Medien als ein Angriff Russlands auf Georgien völlig falsch dargestellt. Ich habe dann gleich mit der Berichterstattung über diesen Angriff Georgiens am selben Tag angefangen und die wirkliche Situation, wer wen angegriffen hat, erklärt.

Siehe "Saakashvili benutzt Ablenkung der Olympiade für Angriff".

Dann folgten meine Artikel:

Der andere Blick auf den Krieg.
Haben Söldner Georgien geholfen?
USA und Georgien sind für den Genozid in Südossetien verantwortlich
Krieg in Georgien 4. Tag
Krieg in Georgien 5. Tag
Der Kaukasus – Washington riskiert Atomkrieg durch Fehlkalkulation
Erbeutete Landkarten zeigen, Georgien plante Invasion von Abchasien
Die Strippenzieher hinter Georgiens Präsident Saakaschwili
Wie FOX-News über den Krieg in Georgien berichtet
Interview mit russischen Aussenminister Sergei Lavrov
Die Opposition in Georgien sagt, Saakashvili ist schuld am Krieg
Was die Amerikaner nicht sehen dürfen

Erst viele Monate später haben dann die EU und auch die meisten Medien zugegeben (müssen), es war nicht das "böse Russland" sondern Georgien, das den Krieg angefangen hat. So ist die Wahrheit auch in die Geschichtsbücher eingegangen.

Der georgische Angriff töte 67 russische Soldaten, 3 wurden vermisst und 283 verwundet. Auf südossetischer Seite gab es 360 Tote insgesamt, davon 162 Zivilisten. Für Abchasien: 1 Toter und 2 Verwundete.

Die folgende Karte zeigt (rot), georgische Kriegsschiffe waren auf dem Weg nach Suchum, um die abchasische Hauptstadt vom Meer aus anzugreifen, wurden aber von der russischen Marine zur Umkehr gezwungen.


Um so erstaunlicher ist es, oder auch eben nicht, die ARD hat zum 10. Jahrestag gerade eine Sendung gemacht und darin wieder die Lügen über einen russischen Angriff auf Georgien verbreitet.

Am besten beschreiben die Kollegen von "Die Propagandaschau" diese Lügerei des mit Zwangsgebühren finanzierten deutschen Staatssenders, deshalb verlinke ich ihren Artikel:

Pinar Atalay und Demian von Osten verbreiten in den ARD tagesthemen Geschichtsrevisionismus und Des­information über den Kaukasuskrieg

Es ist einfach schlimm und ein Skandal, wie die deutschen Medien wissentlich die jüngste Geschichte falsch darstellen und das deutsche Publikum belügen. Lügenmedien eben!

Sie haben offensichtlich den Auftrag, Russland immer und immer wieder zu diffamieren und als "Teufel" darzustellen. Warum? Um die Deutschen für einen zukünftigen Krieg mental vorzubereiten.

Ich bin übrigens der Meinung, Präsident Medwedew (damals) hat einen grossen strategischen Fehler begangen, am 12. August 2008 einen Waffenstillstand zu befehlen, mit anschliessenden Truppenrückzug aus Georgien. Er war "zu brav".

Richtig wäre gewesen, die Militäroperation weiter zu führen, die georgische Hauptstadt einzunehmen, Sackarschwilli zu verhaften, wegen Führung eines Angriffskriegs zu verurteilen, das pro-amerikanische Regime abzusetzen und die Opposition ans Ruder zu lassen.

Dann wäre nämlich Georgien aus dem westlichen Lager zurück geholt und ein NATO-Kandidat an der Grenze verhindert worden. So gibt es eine ständige westliche militärische Bedrohung mit Georgien im Süden von Russland.

Wie weit nach Osten will die NATO und auch die EU noch expandieren und ihre Aggressivität gegenüber Russland ausbreiten?

Vom NATO-Hauptquartier in Brüssel sind es fast 4000 Kilometer nach Tiflis, nur etwas weniger als von Brüssel über den Atlantik zur amerikanischen Ostküste.

Diese Zeilen schreibe ich übrigens aus meiner neuen Heimat, die Republik Abchasien (gleich neben Sochi), wo ich seit 2014 lebe. Wer das (unbekannte) Land entdecken will, kann mich gerne besuchen.

Autor: Freeman (ASR-Blog)
( Quelle: https://alles-schallundrauch.blogspot.com/2018/08/10-jahrestag-des-us-nato-angriffs-auf.html )